Wanddeko. Klingt nach Kleinigkeit, ist es aber nicht. Wer seine Wände verschönert, will Qualität. Und vor allem: Es soll halten. Dauerhaft. Ohne Risse, ohne Ablösungen. Das ist kein Spaß. Das ist Handwerk.
Bevor Sie überhaupt an die erste Schraube denken, prüfen Sie den Untergrund. Rigips, Beton, Mauerwerk – das sind keine Synonyme. Jedes Material verlangt eine andere Herangehensweise. Ein Klopftest gibt erste Hinweise. Hohl? Voll? Die DIN 4108 regelt die Wärmedämmung, indirekt auch die Beschaffenheit der Wände. Wissen Sie, was Sie da vor sich haben?
Im Zweifel: Eine kleine Bohrprobe. Nicht zu tief. So erfahren Sie, ob Sie es mit Putz, Ziegel oder Leichtbau zu tun haben. Das spart Ärger und Nacharbeit.
Das richtige Werkzeug. Punkt.
Wer mit einem billigen Akkuschrauber versucht, in Stahlbeton zu bohren, spart am falschen Ende. Investieren Sie in Qualität. Marken wie Bosch Professional, Metabo oder Festool sind kein Luxus, sondern Notwendigkeit. Qualitätswerkzeug finden Sie nicht im Discounter, sondern bei Ihrem Fachhändler oder in gut sortierten Baumärkten wie OBI oder Hornbach.
Ein ordentlicher Schlagbohrer ist Pflicht. Mit der richtigen Bohrkrone. Stichwort: SDS-Plus. Und vergessen Sie nicht die Schutzbrille. Ihre Augen sind keine Ersatzteile. Auch Staubmaske und Gehörschutz sind kein Luxus, sondern Pflicht. Beachten Sie die DIN EN 166 (Augenschutz) und DIN EN 352 (Gehörschutz). Ihre Gesundheit geht vor.
Bevor Sie bohren, planen Sie. Wo sind Stromleitungen? Wasserrohre? Ein Leitungssuchgerät (gibt es bei jedem Baumarkt) ist keine Spielerei, sondern Pflicht. Eine Beschädigung kann teuer werden. Sehr teuer.
Befestigung: Dübel sind nicht gleich Dübel.
Spreizdübel für Vollbaustoffe, Hohlraumdübel für Rigips. Fischer, Tox – das sind Namen, die für sich sprechen. Immer auf die Lastangaben achten. Ein schweres Regal an einem Rigipsdübel? Das ist Pfusch am Bau. Lesen Sie die Herstellerangaben. Genau.
Schrauben müssen zum Dübel passen. Durchmesser, Länge. Und bitte keine rostenden Schrauben, wenn die Umgebung feucht ist. V2A oder V4A Edelstahl ist hier die Wahl. Stichwort Korrosionsbeständigkeit. DIN EN ISO 3506.
Materialien und geeignete Befestigungen
Die Wahl der richtigen Befestigung hängt maßgeblich von der Wandbeschaffenheit und dem Gewicht Ihrer Wanddeko ab. Hier ein Überblick:
| Wandtyp | Geeigneter Dübel | Empfohlenes Werkzeug | Besonderheiten / Hinweise |
|---|---|---|---|
| Beton | Spreizdübel (z.B. Fischer UX), Schwerlastanker | Schlagbohrer oder Bohrhammer mit SDS-Plus | Staubentwicklung hoch. Bohrlochtiefe genau einhalten. |
| Gipskarton (Rigips) | Hohlraumdübel, Kippdübel, Gipskartondübel (z.B. Tox Tri) | Akkuschrauber, Bohrmaschine | Maximale Last pro Dübel beachten. Nicht für schwere Lasten. |
| Mauerwerk (Vollziegel) | Universaldübel (z.B. Fischer Duopower), Spreizdübel | Schlagbohrer | Fugen meiden. Vorsicht bei alten, porösen Wänden. |
| Porenbeton (Ytong) | Porenbetondübel, Spiral- oder Rahmendübel | Bohrmaschine (ohne Schlag) | Material ist weicher, vorsichtig bohren. |
Wer sauber arbeitet, hat lange Freude. Und spart sich teure Nacharbeiten. Qualität zahlt sich aus. Immer. Denken Sie daran: Ihre Wand ist keine Pinnwand. Sie ist Teil der Gebäudestruktur. Behandeln Sie sie mit Respekt. Und mit dem richtigen Handwerkszeug. Kein Pfusch am Bau. Das gilt auch für die Wanddeko.