Hey du, ja genau DU! Hast du auch genug vom ewigen Bücken im Garten? Von Schnecken, die dein Gemüse lieben, aber du sie nicht? Oder träumst du einfach von einem super-produktiv-gemütlichen Garten-Spot? Dann bist du hier goldrichtig! Wir bauen ein Hochbeet. Aus Holz. Und zwar DU und ICH! Keine Angst, das muss nicht perfekt sein. Es muss DEINS sein!
Ich war auch mal da, wo du jetzt bist. Habe Bauanleitungen gewälzt, gezweifelt, ob ich das überhaupt hinbekomme. Mein erstes "Projekt" war eher ein schiefer Holzhaufen. Aber hey, daraus lernt man! Und genau diese Fehler teile ich heute mit dir, damit du sie NICHT machst. Klingt gut? Dann packen wir’s an!
Warum überhaupt ein Hochbeet aus Holz?
- Rückenfreundlich: Kein Bücken mehr, dein Rücken wird es dir danken. Versprochen!
- Bessere Ernte: Die Verrottung im Inneren erzeugt Wärme – deine Pflanzen lieben das!
- Weniger Unkraut & Schädlinge: Hoch oben sind die Gemeinheiten schwieriger zu erreichen.
- Früher starten: Durch die Wärme kannst du schon früher im Jahr loslegen. Geil, oder?
- Es sieht einfach geil aus: Ein Hochbeet aus Holz ist ein echtes Highlight in jedem Garten!
Was brauchen wir? Die Einkaufsliste für deinen Baumarkt-Trip (Obi, Hornbach, Bauhaus – du kennst sie ja!)
Klar, die genauen Maße hängen von DEINEM Traum-Hochbeet ab. Hier ist eine Liste für ein gängiges Maß (z.B. 200x100x80 cm).
| Material / Werkzeug | Menge (ca.) | Kosten (ca. in €) | Bemerkung |
|---|---|---|---|
| Holzbretter (Lärche, Douglasie oder imprägnierte Kiefer) | 10-12 Stück (2m lang, 20cm breit, 2-3cm dick) | 150 - 300 | Lärche/Douglasie ist langlebiger. KEIN kesseldruckimprägniertes Holz für essbare Pflanzen! |
| Kanthölzer für Eckpfosten | 4 Stück (80cm lang, 7x7cm) | 30 - 60 | Stabilität ist alles! |
| Edelstahlschrauben (mind. 5x60mm) | 100 - 150 Stück | 10 - 20 | Edelstahl rostet nicht! |
| Noppenfolie / Teichfolie (UV-stabil) | 10 - 15 qm | 20 - 40 | Schützt das Holz vor Feuchtigkeit. ESSENZIELL! |
| Wühlmausgitter (engmaschig) | 2 qm (für den Boden) | 15 - 25 | Sonst freuen sich die Nager! |
| Unkrautvlies | 2 qm | 5 - 10 | Optional, aber sinnvoll für die Trennung der Schichten. |
| Drainagematerial (Blähton, Kies, grober Schotter) | 1 - 2 Säcke (40-50L) | 15 - 30 | Für Wasserabzug unten. |
| Akkuschrauber | 1 | Vorhanden oder leihen! | Dein bester Freund! |
| Säge (Stichsäge oder Kreissäge) | 1 | Vorhanden oder leihen! | Für den Zuschnitt. |
| Wasserwaage, Zollstock, Bleistift | Je 1 | 5 - 15 | Präzision muss sein (oder fast). |
| Gesamtkosten (Schätzung) | ca. 250 - 530 € | Variiert stark je nach Holzart und Bezugsquelle. |
Los geht's! Deine Schritt-für-Schritt-Bauanleitung
1. Planung ist alles (fast)!
Bevor du losrennst wie ich beim ersten Mal und dann merkst, dass die Bretter nicht passen: Denk kurz nach! Wo soll dein Hochbeet hin? Wieviel Platz hast du? Zeichne dir eine kleine Skizze. Maße grob aufschreiben. Wichtig: Die Höhe! 80 cm sind super für den Rücken. Mein erstes war nur 50 cm hoch – da hätt ich auch gleich am Boden gärtnern können.
2. Holz zusägen
Die Bretter auf die richtige Länge sägen. Für ein 200x100cm Hochbeet brauchst du:
- 4x 200 cm (Längsseiten)
- 4x 94 cm (Querseiten – Achtung, die Breite der Eckpfosten abziehen!)
- 4x 80 cm (Eckpfosten)
Check das lieber ZWEIMAL. Ich hab mal einen Pfosten zu kurz gesägt. War ärgerlich.
3. Der Rahmen steht (fast)
Jetzt wird's ernst! Schraube die Bretter an die Kanthölzer. Fang mit der untersten Reihe an. Bohre immer vor, um Risse im Holz zu vermeiden. Glaub mir, ein Holzbrett, das beim Schrauben splittert, ist echt frustrierend. Stell sicher, dass alles im rechten Winkel ist. Nutze deine Wasserwaage! Meine erste Ecke war schief wie ein Scheunentor – hab ich aber erst beim Befüllen gemerkt. Spar dir das!
Baue so Reihe für Reihe nach oben. Mindestens zwei Schrauben pro Brett und Pfosten.
4. Der Innenschutz: Folie ist dein Freund!
Das ist ein KRITISCHER Schritt! Verkleide die Innenseiten des Hochbeets komplett mit Noppenfolie oder Teichfolie. Die Noppenfolie lässt Luft zirkulieren und schützt das Holz vor Staunässe, die Teichfolie ist komplett wasserdicht. Tackere die Folie fest. Achte darauf, dass die Folie oben über den Rand reicht und unten einen kleinen Überstand hat, damit das Wasser ablaufen kann. Und ja, ich hab's einmal vergessen. Das Holz war nach 2 Jahren Matsch. Mach diesen Fehler NICHT!
5. Der Wühlmausschutz
Bevor du Erde reinkippst: Lege ein engmaschiges Wühlmausgitter auf den Boden des Hochbeets. So haben die kleinen Nager keine Chance, deine Wurzeln anzuknabbern. Einfach reinlegen und am besten an den Seiten ein Stück hochziehen und festtackern.
6. Die Befüllung: Schicht für Schicht zum Erfolg!
Jetzt kommt der Spaß! Ein Hochbeet wird nicht einfach nur mit Erde gefüllt. Das ist das Geheimnis seiner Power!
- Untere Schicht (ca. 20-30 cm): Grober Strauchschnitt, Äste, Reisig, grobes Häckselgut. Das sorgt für Luft und Drainage.
- Mittlere Schicht (ca. 20-25 cm): Laub, Rasenschnitt, Kompost, verrotteter Mist. Das ist der Nährstofflieferant!
- Obere Schicht (ca. 30 cm): Hochwertige Gartenerde, Pflanzerde, Komposterde. Hier wachsen deine Pflanzen!
Die Schichten setzen sich mit der Zeit. Also nicht wundern, wenn du nach ein paar Monaten nachfüllen musst.
Experten-Tipp vom Maker:
Denk an die Holzpflege! Auch Lärche oder Douglasie freuen sich über eine Lasur oder Öl, um die Lebensdauer noch weiter zu verlängern. Außen natürlich, innen schützt ja die Folie. Und falls du dein Hochbeet direkt auf eine Terrasse stellst: kleine Füße oder Unterleger aus Holz drunter, damit die Feuchtigkeit abziehen kann. Staunässe ist der Feind Nummer 1!
So, jetzt hast du es! Dein eigenes Hochbeet aus Holz. Selbst gebaut. Mit deinen Händen. Es mag nicht perfekt sein, aber es ist DEINS. Und darauf kannst du stolz sein! Jetzt ran an die Schaufel und viel Spaß beim Gärtnern!
Dein Maker-Freund aus der Garage.
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